Qualität beim Handel

 Handel überbrückt die Schnittstelle zwischen Lieferanten und Kunden. Über die Schnittstelle laufen:

  • Informationen zur Vorbereitung von Entscheidungen
  • Waren (Transport, Lagerhaltung)
  • Zahlungsmittel über Rechnungen, Mahnungen
  • Dokumente als Belege.

 Ablauf einer Auftragsabwicklung beim Handel

Aktivitäten beim Kunden Aktivitäten beim Händler Qualitätsmerkmale
Anfragen    
  Beraten Objektive Beratung
  Angebot Schreiben Auswahl der Waren
Angebote Vergleichen    
Auftrag Schreiben    
  Auftrag Bestätigen  
  Beschaffung/Lagerentnahme Auswahl der Lieferanten,Qualitätsüberprüfung
  Versand Vollständigkeit, haltbare Verpackung
  Transport pünktliche Lieferung
  Rechnung Stellen  
Bezahlen    
  Zahlungseingang Überwachen, evtl. Mahnung Schreiben  Beurteilung des Vorgangs
Rückabwicklung auslösen   Schnelle Rückabwicklung
  Bearbeitungsnummer Senden  
Zurück Senden    
  Zurück Bezahlen  

Der Handel funktioniert heute auf Internet-Marktplätzen und in Internet-Shops nahezu fehlerfrei und mit wenig Personal. Große Lagerhallen mit vollautomatischer Ein- und Auslagerung über Chip oder Barcode Systeme sind üblich geworden. Die Lagerhaltung wird durch „Künstliche Intelligenz“ bedarfsgerecht gesteuert. Eine kurze Zeitspanne zwischen Kauf und Anlieferung der Waren wird durch Lieferservices sichergestellt. Durch autonom fahrende Transportsysteme könnte noch eine Qualitätssteigerung möglich werden, wenn der Preis und der Schaden an der Umwelt dabei niedrig bleiben.

Internet-Marktplätze stehen allen Lieferanten zur Verfügung. In Internet-Shops wird eine Vorauswahl an Lieferanten getroffen, die alle ähnliche Qualität liefern. Der Internet-Shop steht mit seinem Namen für die Qualität.

Kunden werden automatisch zur bestmöglichen Entscheidung geführt. Nach den Vorstellungen der mächtigen Internet-Marktplatz Betreiber soll ihnen durch Ausforschung ihrer individuellen Situation und Vorlieben die Entscheidung so weit abgenommen werden, dass nur noch ein Button gedrückt werden muss. Wenn ein Rest von Individualität nicht verloren gehen soll, dann werden sich intelligente Abfragesysteme durchsetzen, die Kunden zur richtigen Entscheidung hinführen. Schriftliche Zusatzinformationen und erklärende Kurzfilme helfen dabei.

Der B2B-Handel (Handel mit Weiterverarbeitern) einschließlich der Lagerhaltung wird in der nächsten Zeit mit wenigen Ausnahmen weitestgehend elektronisch abgewickelt.

Personal wird benötigt

  • zur Pflege des Internet-Auftritts.
  • zum Werben für den Internet-Shop. Dazu bieten sich an: eine hohe Positionierung in Suchmaschinen, Außendienst, Marketing-Events, Rabattaktionen, Influencing durch Kurzfilme, gute Kritik in Social Media, in Foren, in Vergleichsportalen.
  • zur Hinführung von Kunden zur bestmöglichen Entscheidung.
  • zur Online-Hilfe (Hotline)
  • um Produkte greifbar zu machen (Messen, Ausstellungen)
  • zur Behebung von Fehlern im elektronischen System.

Auch beim B2C-Handel (Handel mit Endkunden) wird der Internet-Handel stark zunehmen. Zusätzlich rückt das „Einkaufserlebnis“ in den Vordergrund mit Personal zur Rundum-Betreuung von Kunden.

Kleine Verkaufsläden an jeder Straßenecke mit Waren für den täglichen Lebensmittelbedarf verkürzen die Wege für Kunden, sparen Energie für lange Anfahrten und große Parkplätze. Lebensmittel müssen nicht mehr in energiefressenden Gefrierschränken zuhause gelagert werden. Produkte werden wieder in Papiertüten o. dgl. verpackt. Dieses System funktioniert schon mit Einschränkungen z.B. in Tokio.